Ja zum neuen Modell der Familienunterstützenden Betreuung (FEB)
Erhöhung der städtischen Beiträge für die Einführung des neuen Modells zur Unterstützung der Eltern in der Familienergänzenden Betreuung (FEB) von 2 000 000 Franken auf 2 630 000 Franken ab 2026 jährlich wiederkehrend
Die Stadt Uster möchte das Modell zur Unterstützung der Eltern in der Familienergänzenden Betreuung (FEB) erneuern. Ziel ist es, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern, indem ein ausreichendes und vielfältiges Betreuungsangebot für Kinder im Vorschulalter zur Verfügung steht.
Die Stadt Uster unterstützt Familien, die ihre Kinder in Kindertagesstätten (Kitas), privaten Horten oder bei Tagesfamilien betreuen lassen, im Bedarfsfall mit finanziellen Beiträgen. Das Modell aus dem Jahr 2003 wird der heutigen Situation nicht mehr gerecht. Die Anforderungen an die Kinderbetreuung haben sich in den vergangenen 20 Jahren verändert. Vermehrt sind beide Elternteile erwerbstätig, somit hat die Nachfrage stark zugenommen. Ein grösseres Angebot benötigt neue Strukturen, damit die Institutionen eine qualitativ gute Betreuung und faire Arbeitsbedingungen bieten können.
Das neue FEB-Modell sorgt dafür, dass Familien – insbesondere solche mit tieferen Einkommen und Alleinerziehende – bis zu einem bestimmten Einkommen gezielter entlastet werden. Zudem können künftig alle interessierten Kitas in Uster Subventionen anbieten. Das bedeutet mehr Auswahl und kürzere Wartezeiten für Eltern.
Die neuen Regelungen vereinfachen die Abläufe für Eltern, Kitas und Verwaltung deutlich und schaffen klare und transparente Strukturen. Die neue vom Gemeinderat erlassene Verordnung über die Gemeindebeiträge an die Familienergänzende Betreuung (VO-FEB) bildet nun die rechtliche Grundlage für die Leistung der Subventionen, während die Einzelheiten weiterhin im Elternbeitragsreglement geregelt werden.
Der jährliche Kredit von bisher 2 Millionen Franken stammt aus dem Jahr 2003 und genügt nicht mehr. Inzwischen ist die Bevölkerung von Uster um rund 25 % gewachsen, und die Anzahl der Vorschulkinder hat sich beinahe verdoppelt. Mit dem neuen Modell wird der Gemeindebeitrag auf 2,63 Millionen Franken pro Jahr erhöht. Allein die Teuerung seit 2003 bis 2025 beträgt rund 270 000 Franken. Ohne die Erhöhung könnten die angestrebten Verbesserungen nicht realisiert werden – die Plätze müssten beschränkt oder die Subventionen reduziert werden. Es braucht diese moderate Krediterhöhung, um die Familienergänzende Betreuung nachhaltig sicherzustellen.
Die Mehrheit des Gemeinderates und der Stadtrat unterstützen die Vorlage.
Eine Minderheit des Gemeinderates lehnt die Erhöhung des städtischen Beitrags ab. Sie erachtet die geplante Budgetsteigerung um 630 000 Franken pro Jahr als unverhältnismässig und finanziell nicht verantwortbar. Aus ihrer Sicht führt das neue Modell zu Ungleichbehandlungen zwischen Familien und zu breit gefassten Subventionen, da künftig auch Haushalte mit höheren Einkommen unterstützt würden. Zudem sei die Modernisierung des Systems auch ohne Krediterhöhung umsetzbar.
Der Gemeinderat hat die Erhöhung der städtischen Beiträge für die Einführung des neuen Modells zur Unterstützung der Eltern in der Familienergänzenden Betreuung (FEB) von 2 000 000 Franken auf 2 630 000 Franken ab 2026 jährlich wiederkehrend an seiner Sitzung vom 27. Oktober 2025 mit 23 zu 9 Stimmen genehmigt.
